Q: Was ist der Unterschied zwischen Messing- und Chrompfeifen?
A: Nun, die einen sind aus Messing, die anderen... nein, im Ernst. Es
besteht generell kein Unterschied zwischen Messing- und Chrompfeifen,
weder in der Handhabung noch in der Pflege. Die Unterschiede liegen allein im
Äußeren.
Q: Sind große oder kleine Pfeifen besser?
A: Das kommt darauf an - große Pfeifen (so ab 90 cm) produzieren in
der Regel einen milderen Rauch und filtern besser. Kleine Pfeifen (ab 70 cm
abwärts) eignen sich hingegen sehr gut für besonders leichte Tabake
mit mildem Aroma.
Das 'gesunde Mittelmaß' - und die empfehlenswerte
Anfängergröße - ist eine Wasserpfeife von ca. 80 cm Höhe.
Wenn man jedoch irgendwann eine kleine Sammlung im Hause hat, finden sich
für die verschiedenen Gegebenheiten dann ganz schnell die jeweiligen
Favoriten.
Q: Wie pflege ich meine Wasserpfeife am besten?
A: Die Rauchsäule reinigt man am besten unter der Dusche -
insbesondere die langen, die sich nicht auseinanderschrauben lassen. Dazu
schraubt man den Duschkopf ab und spült die Rauchsäule innen und
außen gründlich durch. Das innere Rauchrohr läßt sich mit
der mitgelieferten Langbürste gut ausschrubben, die ganze Rauchsäule
kann man mit einem weichen Spülschwamm und einem milden
Geschirrspülmittel einschäumen und abwaschen.
Wichtigste Regel hierbei: hinterher gut und gründlich durchspülen -
den Wasserstrahl solange durch die ganze Säule und die
Schlauchanschlüsse jagen, bis nur noch klares Wasser rauskommt.
Tip für Messingpfeifen: Sie glänzen wieder wie neu, wenn man
sie mit einer halben Zitrone abreibt (mit dem Fruchtfleisch, nicht mit der
Schale!), anschließend gut abspült und trockenpoliert.
Natürlich gilt auch hier: viel, viiieel klares Wasser zum Nachspülen.
Das Ventil sollte man nach jedem Waschen aufschrauben und das darin
befindliche Kügelchen abtrocknen, es könnte sonst festrosten. Zum
Trocknen des Ventils selber empfiehlt sich ein Pfeifenreiniger.
Das Glas kann man mit lauwarmem Wasser und Spülmittel spülen.
Tip: Ab und an mal ein Tütchen Backpulver in warmem Wasser gelöst
über Nacht stehen lassen - damit gehen die hartnäckigen Beläge
im Inneren ab.
Den Schlauch: Falls es ein auswaschbarer Schlauch ist, kann man ihn
durchspülen (kein Spülmittel!) und anschließend zum Trocknen
aufhängen, sodaß er austropfen kann. Auch nicht auswaschbare
Schläuche hin und wieder mal auslüften (und austropfen -
Schwitzwasser) lassen, am besten nach jedem Gebrauch, bevor die komplett
zusammengebaute Pfeife wieder zum Anschauen ins Regal kommt.
Das Tonköpfchen sollte man nur mit heißem Wasser reinigen,
also kein Spülmittel oder so etwas (Grund: das oft nicht glasierte und
damit poröse Innere). Beim Schwämmchen braucht man hingegen nicht
zimperlich zu sein, da empfiehlt sich sogar ein feines Stahlschwämmchen.
Am leichtesten lassen sich die Köpfe reinigen, wenn man sie zuvor ein paar
Stunden in heißes Wasser einlegt und dann unter dem Wasserhahn
abschrubbt.
Für Kettenraucher: Die obigen Tips gelten für
Gelegenheitsraucher nach jedem Gebrauch - für die Vielqualmer unter uns
jedoch, bei denen das Pfeifchen unablässig vor sich hindampft: reinigt das
gute Stück einmal am Tag, wenigstens aber alle zwei Tage!
Ansonsten die Wasserpfeife niemals nach dem Rauchen über Nacht oder
gar tagelang mit dem vollen Glas stehen lassen. Auch wenn es 'Wasserpfeife'
heißt - wenn sie frei hat, will sie trocken stehen!
Q: Gibt es hier eine Anleitung für's erste Mal?
A: Ja, wenn Sie den Mann oder die Dame Ihrer Träume gefunden haben..
öh..äh..ach so... Ja, natürlich, eine Anleitung zum Aufbau der Wasserpfeife gibt es hier..
Q: Was unterscheidet das Wasserpfeifenrauchen vom Zigarettenrauchen?
A: Mal abgesehen davon, daß die Wasserpfeife viel gemütlicher,
stilvoller und schmackhafter ist - eine Menge. Zum Beispiel produziert die
Wasserpfeife keinen Teer - das merkt man daran, daß es keine gelben
Gardinen, keine vergilbten Tapeten und auch sonst keinerlei Gilbschichten in
der Wohnung gibt. Der Rauch der Wasserpfeife besteht zu fast 90% aus
Wasserdampf, dadurch gibt es keinen 'kalten Rauch', weder in der Wohnung noch
in den Kleidern. Nichtraucher, die sich am Zigarettenrauch stören,
empfinden das Aroma der Wasserpfeife als angenehm. Letzlich setzt sich der
Geruch der Wasserpfeife auch nicht fest wie etwa Zigarettenrauch - einmal
lüften und weg ist er.
Umsteiger: Wer von der Zigarette auf die Wasserpfeife umsteigt, wird
erstaunt feststellen, daß er dadurch praktisch zum 'Nichtraucher'
mutiert. Zigarettenrauch wird plötzlich unangenehm, die Zigarette selbst
schmeckt in den meisten Fällen nicht mehr, der bis dato stark
getrübte Geschmackssinn wird wieder 'frei' und alles Essen und Trinken
schmeckt plötzlich viel besser. Der Teer ist weg, der zum Husten reizte
und die Bronchien verklebte, und das Rauchen selbst wird zum gepflegten
Hochgenuß.
Nachteile des Umstiegs: Man muß die Bude 'enträuchern' - beim
Verfasser dieser Zeilen war Großwaschtag und Dauerlüften angesagt,
und sämtliche Teppiche mußten in die Reinigung.
Q: Welche Kohle ist besser: Selbstzündende oder Naturkohle?
A: Auch das kommt drauf an - die Selbstzündende (Three Kings) ist
praktisch für unterwegs und läßt sich leicht mit dem Feuerzeug
anzünden.
Die Naturkohle (Cococha) ist da schon etwas komplizierter - sie läßt
sich auf der Herdplatte anglühen, braucht dazu aber gute 10 - 15 Minuten;
als weitere Möglichkeiten empfehlen sich ein Gas- oder Spiritusbrenner.
Dafür heißt es, wer sich einmal an die Naturkohle gewöhnt hat,
schaut die Selbstzündende nicht mehr an. Auch in der Brenndauer ist sie
der Selbstzündenden überlegen - wo diese allenfalls 60 Minuten langt,
reicht ein Cococha-Brocken gute 90 Minuten und mehr.
Q: Brauche ich einen Windschutz, auch wenn ich nur drinnen rauche?
A: Wahrscheinlich ja - denn der Windschutz hält nicht nur den Wind ab,
sondern hilft auch, die Hitze der Kohle zu regulieren und
gleichmäßig um das Tonköpfchen herum zusammenzuhalten. Der
Tabak soll so heiß wie möglich werden, darf aber nicht anbrennen
oder qualmen, sonst kratzt der Rauch. Er soll aber nicht nur von oben erhitzt
werden, sonst hat man eine verbrannte obere und eine ungenutzte untere Schicht
Tabak. Unter dem Windschutz verteilt sich die Hitze um das ganze
Tonköpfchen herum und heizt es auf - wenn es besonders zu Beginn des
Rauchens dann mal zu heiß wird und kratzt, kann man den Windschutz kurz
abnehmen, bis es sich wieder normalisiert hat.
Das mag jetzt etwas kompliziert klingen, aber in der Regel hat man schnell
heraus, wie man aus seinem Tabak das Beste herausholt.
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