Der erste Schritt
besteht darin, zunächst einmal Wasser in das Glas (die Bowl) zu füllen -
und zwar soviel, daß das untere Ende der Rauchsäule später ca. 1 bis
2 cm ins Wasser ragt. Das ist am Anfang schwer abzuschätzen, also erst mal
zusammenstecken und schauen, wie hoch der Wasserstand sein sollte. Falls Sie es bei
Ihrem Glas schlecht erkennen können, halten Sie das Ganze einfach mal gegen das
Licht.
Auf dem Bild nebenan ist die Dichtung für die Rauchsäule bereits ins Glas
gesteckt (hier eine schwarze). Neben dieser werden noch zwei weitere Dichtungen
benötigt - eine am Schlauchansatz und eine weitere ganz oben, wo später
das Tonköpfchen aufgesteckt wird.
Je kälter das eingefüllte Wasser, desto besser und milder wird später
der Rauch. Man kann zur besseren Kühlung auch Eiswürfel ins Wasser geben,
aber da sollte man vorsichtig sein. Manche Gläser vertragen die Eiswürfel,
manche können aber auch springen. Wie aus leidvoller Erfahrung bekannt,
gehört das eigene Lieblingsglas zumeist zu der letzteren Sorte... :(
Setzen Sie nun die
Rauchsäule mit leichten Drehbewegungen auf das Glas.
Heutzutage sind die Dichtungen um einiges praktischer als annodazumal, meist passen
sie nahezu perfekt und viele moderne Wasserpfeifen sind ohnedies mit einem
Schraubgewinde versehen, mit dem man die Rauchsäule absolut dicht ins Glas
drehen kann.
Falls man doch noch ein altes Schätzchen ergattert oder noch zu Hause hat, kann
es schon noch vorkommen, daß eine Dichtung nicht richtig passen will -
entweder ist sie zu dick oder zu dünn und im schlimmsten Fall kriegt man das
Ganze nicht einmal ohne Probleme zusammengesteckt.
Abhilfe: Bei zu dünnen Dichtungen denkbar einfach - man nehme etwas
Kreppband und wickele soviel davon um die Dichtung, bis sie paßt.
Bei zu dicken Dichtungen wird es schwieriger - man kann sie nur etwas abschleifen
bzw. zurechtschneiden.
Wenn die Dichtung mit der Rauchsäule nur schwer ins Glas geht, kann man sie mit
etwas Öl einreiben, dann 'flutscht' sie besser.
Wenn alle Stricke reißen, kann man die Dichtung auch mit feuchtem
Küchenpapier oder Stoff ersetzen - so wurde die Wasserpfeife traditionell
ohnehin abgedichtet. Damit kann man sich dann behelfen, bis eine neue Dichtung da
ist.
Setzen Sie nun den
Schlauch in den Schlauchansatz der Wasserpfeife (auf dem Bild links). Auch hier gibt
es eine Dichtung - glücklicherweise passen die (fast) immer. So manche moderne
Shisha ist so perfekt gearbeitet, daß sie nicht einmal eine Dichtung für
den Schlauchansatz braucht - man sollte trotzdem eine ganz dünne benutzen, um
das Holz des Schlauches zu schonen.
Der Schlauchansatz ist nicht zu verwechseln mit dem Ventil (auf dem Bild rechts an
der Säule), welches dazu dient, beim Rauchen ab und an mal 'Dampf abzulassen'.
Das Ventil ist recht nützlich, falls sich einmal zuviel Rauch im Glas ansammelt
oder auch, wenn der Tabak mal angebrannt ist und kratzigen Rauch produziert hat. Den
muß man dann nicht inhalieren, sondern kann ihn durch Blasen aus der Pfeife
pressen.
Wichtig: Heben Sie Ihre Wasserpfeife niemals an der
Rauchsäule hoch - in der vagen Hoffnung, daß das Glas darunter schon
irgendwie halten wird.
Heben Sie sie nur am Glas auf!
Setzen Sie nun den
Ascheteller auf die Rauchsäule - falls es nicht zufällig eine ist, an der
der Teller bereits fest verschraubt ist. Heute sind auch viele Wasserpfeifen mit
einem abschraubbaren Kopfadapter versehen, durch den sich der lose aufgelegte Teller
festschrauben läßt.
Bei dem eher etwas altertümlichen Modell hier auf den Bildern (das gute
Stück leistete dem Verfasser dieser Zeilen jahrelang treue Dienste..) sehen Sie
oben am Kopf der Pfeife die Dichtung, auf die später das Tonköpfchen mit
dem Tabak aufgesetzt wird.
Das Wichtigste an einer Wasserpfeife ist, daß sie dicht ist - und außer
am oberen Kopf und durch das Ventil nirgends Luft durchläßt.
Eine undichte Pfeife trübt nicht nur den Rauchgenuß, sondern kann auch zu
Kopfschmerzen führen.
Jetzt wird der Tabak
in das Tonköpfchen gefüllt.
Zu beachten ist, daß der Tabak nicht fest gestopft, sondern ganz locker
hineingelegt werden sollte - je lockerer, desto besser.
Die Füllhöhe sollte nicht über den Rand des Tonköpfchens
hinausreichen - das später aufgelegte Sieb sollte den Tabak nach
Möglichkeit nicht berühren.
Das Tabakglas auf dem Bild war in seinem früheren Leben mal ein Rote-Beete-Glas
- es empfiehlt sich, den Tabak gut verschlossen und luftdicht aufzubewahren, damit
sein Aroma und seine Feuchtigkeit erhalten bleiben. (Meine Güte - Nakhla
Mandarine... wie lange ist das her??)
Tip: Grob geschnittener Tabak wird besser, wenn man ihn kurz durch den Mixer jagt.
Das gefüllte
Tonköpfchen wird auf den oberen Teil der Rauchsäule gesteckt.
Auf dem Bild rechts ist das Tonköpfchen nicht nur mit einem, sondern mit zwei
Sieben abgedeckt, obenauf liegt ein Brocken
Cococha-Kohle.
Ein ganzer Brocken Cococha entwickelt sehr viel Hitze und könnte den Tabak
leicht verbrennen - durch das zweite Sieb wird ein größerer Abstand
zwischen Kohle und Tabak geschaffen (zwei Schrauben erfüllen den gleichen
Zweck).
Damit die ganze Hitze nicht nach oben entweicht, empfiehlt sich bei diesem Setup ein
Windschutz (siehe FAQ 1: Windschutz)
Zu Beginn des Rauchens gilt es, die Hitze der Kohle möglichst 'im Zaum' zu
halten und zu verhindern, daß der Tabak oben anbrennt.
Dazu legt man die Kohle mit der schmalen Seite nach unten so weit wie möglich
an den Rand des Siebes. In der ersten Viertelstunde wird man auch den Windschutz
für eine Weile abnehmen müssen, um ein Überhitzen zu verhindern
(natürlich erst, nachdem sich eine gute Rauchentwicklung gebildet hat).
Nach und nach verändert man dann die Lage der Kohle - zunächst einmal wird
sie umgekippt (also mit der Breitseite nach unten), und wenn sie sich etwas
verbraucht hat, wandert sie in die Mitte des Siebes
Nach einer guten Stunde wird der verbliebene Brocken dann noch einmal geteilt, um
eine möglichst große Fläche des Siebes abzudecken - denn die
kleineren Stücke geben nicht mehr so viel Hitze ab.
Die Regel ist ganz einfach: Wenn es aus dem Tonköpfchen qualmt und der
Rauch kratzt - Windschutz weg und Kohle an den Rand des Siebes gerückt.
Läßt die Rauchentwicklung jedoch nach - Windschutz drauf und/oder Kohle
zur Mitte des Siebes hin schieben.
Hier noch ein paar Alternativen zu dem obigen Kohle-Setup:
Häufig sind anstelle der flachen Metallsiebe wie oben die gewölbten Siebe
mit 'Umklapplaschen' erhältlich - auch wir führen sie zur Zeit in unserem
Zubehör-Angebot. Bei diesen Sieben stellt sich natürlich die Frage: Wie
herum?


Im Allgemeinen empfiehlt es sich, das Sieb mit der Wölbung nach oben auf den
Kopf zu legen, um dadurch einen größeren Abstand zum Tabak zu gewinnen.
Auch hier sollte man den Windschutz benutzen, um die Hitze der Kohle dicht am Kopf
zu halten und zu verhindern, daß sie sich nach oben verflüchtigt.
Wenn Sie jedoch nur sehr wenig Tabak für eine kurze Rauchdauer nehmen wollen
oder aber einen extrem tiefen Tabakkopf haben, können Sie das Sieb auch mit der
Wölbung nach unten benutzen.
In der Regel ist es nicht zu empfehlen, es führt leicht zu dem Problem,
daß die oberste Tabakschicht zu schnell verbrennt, während die untere
noch frisch und feucht ist.
Weit
verbreitet ist auch die Gewohnheit, anstelle eines Siebes Alufolie zu benutzen -
insbesondere bei der Verwendung von selbstzündenden Kohle-Tabs wie etwa
Three-Kings.
Dabei sollte die glänzende Seite der Alufolie nach unten weisen, um die Hitze
der Kohle auf der selbigen zu konzentrieren. Die Folie sollte straff gespannt sein
und nicht durchhängen, denn auch hier sollte der Tabak nicht mit der Folie oder
gar der Kohle in Berührung kommen.
Übrigens: es ist nicht richtig, wenn es beim Hineinblasen in den
Schlauch aus dem Tabakkopf qualmt. Das mag zwar schön viel Qualm geben,
bedeutet aber letzlich nichts anderes, als daß der Tabak vor sich hinkokelt
und erheblich an Geschmack verliert..
Letzlich noch ein
paar nützliche Utensilien: zum einen die Kohlenzange, um die glühende
Kohle gefahrlos transportieren zu können. Den Messingteller sollte man
tunlichst unter die Kohle halten, wenn man mit selbiger von der Küche zur
Wasserpfeife läuft - es könnte sonst Brandlöcher im Orientteppich
geben..
Das kleine rote Gäbelchen eignet sich hervorragend dazu, die Siebe vom
Tonköpfchen zu heben, wenn sie nach dem Rauchen heiß geworden sind. Mit
den Fingern sollte man das nicht versuchen.